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Herbst 2019 – Behandlungs­möglichkeiten bei wenig Kieferknochen

Wenn Zähne verloren gehen und die Zahnlücke nicht rasch mit Zahnersatz vorsorgt wird, kann es durch die fehlende Kaubelastung zu einem Rückgang des Kieferknochens kommen. Dieser Effekt tritt auch häufig unterhalb von Brückengliedern oder herkömmlichen Prothesen auf.

Fehlender Kieferknochen sollte zeitnah mit entsprechenden chirurgischen Verfahren ausgeglichen werden, um den sicheren Halt der Nachbarzähne zu gewährleisten bzw. um Zahnimplantate dauerhaft in den Kieferknochen einbringen zu können.

Was wird bei einem Knochenaufbau gemacht?

Beim Knochenaufbau wird entweder körpereigenes Knochenmaterial oder gut verträgliches Ersatzmaterial eingefügt. Der Körper ersetzt es nach und nach durch neugebildeten Knochen.

Je nachdem, wie viel Knochen fehlt, ob und an welcher Stelle ein Implantat gesetzt wird und ob der Knochen erhöht oder verbreitert werden soll, stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung.

Knochenaufbauverfahren im Überblick:

Sinusbodenaugmentation (Sinuslift)
Ein Sinuslift kommt meist zur Anwendung, wenn die Höhe des Kieferknochens im seitlichen Oberkiefer zu gering ist, um Implantate fest darin zu verankern. Dazu wird die innere Auskleidung der Kieferhöhle (Kieferhöhlenschleimhaut) etwas vom Knochen gelöst und angehoben. In den entstandenen Hohlraum wird Knochen- oder Ersatzmaterial eingefügt und so der zu niedrige Knochen erhöht.

Bone-Spreading oder Bone-Splitting
Diese Verfahren werden angewandt, wenn der Kieferkamm (zahntragender Teil des Kiefers) zu schmal ist. Beim Bone-Spreading wird der Knochen an der betreffenden Stelle ein wenig auseinandergedrückt (gespreizt), beim Bone-Splitting vorsichtig in zwei Teile getrennt. In den entstehenden Spalt wird jeweils Knochen- oder Ersatzmaterial eingefüllt.

Distraktionsosteogenese
Wenn der Kieferknochen zu niedrig ist, wird er im entsprechenden Abschnitt mittig in einen oberen und einen unteren Teil getrennt. In den Spalt wird eine kleine Stellschraube eingesetzt, die ihn über mehrere Wochen hinweg kontinuierlich erweitert − in dieser Zeit wächst der Knochen nach und füllt den Zwischenraum. Bei der Distraktionsosteogenese wird kein Knochen- oder Ersatzmaterial eingefügt.

Knochenblockmethode
Ist ein Kieferabschnitt deutlich zu niedrig oder zu schmal, kann es empfehlenswert sein, ein größeres Stück Knochen einzufügen. Dieser Knochenblock oder -span wird meist im Ganzen aus dem Kinn-/Weisheitszahnbereich, dem Unterkiefer oder sehr selten aus dem Beckenkamm entnommen und mittels kleiner Schrauben befestigt.

Haben Sie Fragen zum Knochenaufbau? Sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gerne!

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